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Wissenswertes & Saisonthemen

Das Freizeitpferd

Ein Großteil der in Deutschland lebenden Pferde sind sogenannte Freizeitpferde, d.h. sie werden nicht ausschließlich im Turniersport oder in der Zucht eingesetzt.

So vielfältig die Rassen der Freizeitpferde sind, so unterschiedlich ist auch deren Arbeitsbelastung. Manche Besitzer gehen am liebsten mit Ihren Pferden spazieren oder betüddeln ihren Schatz, andere wiederum sind ambitionierte Hobby-Turnier-Reiter und sind alle paar Wochen auf diversen Vereinsturnieren wiederzufinden. Die Fütterung dieser Freizeitpferde sollte immer an die aktuelle Arbeitsleistung und natürlich rassetypische Anforderungen angepasst werden.

Aber eine Sache ist auf jeden Fall bei JEDEM Freizeitpferd zu beachten: Keine oder wenig Arbeitsleistung heißt im Umkehrschluss NICHT, dass das Pferd auch somit keinen Nährstoffbedarf hat und ausschließlich mit Heu, Gras (sowie Luft & Liebe) ernährt werden kann. Vielmehr hat eine ausschließliche Rohfaserfütterung oftmals auch aufgeblähte Wasserbäuche zur Folge, die dann häufig als Anzeichen für ein zu dickes Pferd gewertet werden, manchmal ist sogar das Gegenteil der Fall.

Auch im reinen Erhaltungsbedarf müssen genügend Mineralstoffe und Vitamine zur Verfügung stehen, um den Stoffwechsel aufrecht zu erhalten, für ein glänzendes Haar- und Fellkleid zu sorgen und um ein fittes, aufgewecktes Pony zu haben. Vor allem bei uns im schönen Frankenland sind die Böden eher sandig und somit das Gras und das Heu meist Selen- und Spurenelementarm. Mineralfuttergaben auf Grundlage von Heuanalysen haben wenig Sinn – abgesehen davon, dass diese Analysen ziemlich teuer sind. Das Heu eines jeden Bauern ist qualitativ unterschiedlich, ja sogar einzelne Wiesen unterscheiden sich stark (Moos, in der Nähe von Waldrändern, grobes Gras mit viel Unkraut wie Sauerampfer usw. usw.). Bis man das Ergebnis hat, ist meist der neue Ballen schon wieder angebrochen… Aus diesem Grund haben wir eine große Auswahl an verschiedensten Mineralfuttern bei uns im Laden und helfen euch gerne durch den „Dschungel“.

Es ist wichtig, die Arbeitsleistung richtig einzuschätzen und zusätzlich noch die Rassespezifischen Anforderung mit einzubeziehen. So sind die nordischen Rassen und die Pferde des südeuropäischen Raumes, aber auch die Kaltblutrassen eher auf eine karge Futtergrundlage eingestellt und zählen deshalb im Allgemeinen (Ausnahmen bestätigen die Regel) zu den leichtfuttrigen Rassen. Zudem haben sie besondere Ansprüche, was die Mineralisierung der Ration angeht. Hier muss unter anderem beachtet werden, dass der Spurenelementbedarf in Relation zum Energiebedarf erhöht ist. Warmblüter und besonders blutgeprägte Pferde haben tendenziell einen höheren Grundumsatz, was in der Rationsgestaltung berücksichtigt werden muss.

Ein weiterer Aspekt ist die Muskulatur. Bekommt ein Pferd, das moderat bis häufig gearbeitet wird, zu wenig Energie in Form von Stärke und Eiweiß, inkl. der notwendigen Aminosäuren, so wird die Muskulatur übersäuern, das Pferd steif und nicht mehr rittig. Hier empfehlen sich beispielsweise die Gabe eines energiereicheren Müslis in Kombination mit Luzerne und bei anstrengendem Training oder in der Aufbauphase noch eine zusätzliche Gabe von reinen Aminosäuren.

Natürlich sollte jedes Pferd individuell betrachtet werden und wir sind auch keine Freunde davon, kiloweise Müsli ins Pony zu schütten. Deshalb sprecht uns einfach an, wenn hierzu Fragen bestehen! Bei uns erhaltet ihr eine kostenlose und markenunabhängige Futterberatung!

Ende der Weidesaison

So langsam geht es von den saftigen Weiden wieder zurück auf die Paddocks.
Jetzt ist das Bereitstellen von ausreichend Heu unerlässlich. Oftmals ist es damit aber nicht getan und viele Pferde bauen in dieser Jahreszeit ab.

Grund ist oftmals fehlendes Mineralfutter, aber auch das ungenügende Zuführen von ausreichend Energie, beispielsweise in Form von Getreide. Unsere Pferde leben nicht in freier Wildbahn und müssen meist auch mehr arbeiten, als es Wildpferde tun würden. In der Natur würden die Pferde auch nicht ausschließlich Gras bzw. Heu fressen; vielmehr buddeln sie Wurzeln aus, nagen die Rinde von Ästen, lecken an Steinen, fressen Früchte von Bäumen oder gezielt die Ähren von Gräsern.

Auf Sandpaddocks mit Heuraufen werden unsere Pferde dieser Möglichkeiten komplett beraubt. Wir als Besitzer stehen deshalb in der Pflicht für eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Energie zu sorgen. Hier kommen die (oft verteufelten) „Müslis“ ins Spiel. Mit speziell auf die Bedürfnisse unserer Pferde abgestimmten Müslis – seien es Sportmüslis für Turnierpferde, oder Eiweiß- und Zucker-reduzierte Müslis für Rehe- und Cushing- gefährdete Pferde – sind sie optimal versorgt, erhalten ihre Muskulatur und nehmen über den Winter nicht ab. Natürlich gibt es auch Möglichkeiten jenseits von Getreide, die zum Zufüttern geeignet sind u.a. Luzerne, Gras- und Heucobs, Rübenschnitzel, oder auch Reiskleie. Wie immer hängt es vom jeweiligen Pferd und seinen Haltungsbedingungen ab, was zusätzlich zu Heu und Mineralien idealerweise zugefüttert werden kann. Bei dieser Fragestellung stehen wir euch natürlich gerne mit Rat und Tat zu Seite.

 

Gingko

Wahrscheinlich kennt ihr Gingko, um die Durchblutung im menschlichen Gehirn zu verbessern und somit auch weniger zu vergessen… Aber auch beim Pferd verbessern getrocknete Gingkoblätter die Durchblutung. Durch seine antioxidative Wirkung schützt er die Blutgefäßwände sowie die roten Blutkörperchen und fördert somit die gesamte Blutzirkulation (in Haut, Hufe, Gehirn und den inneren Organen)

Deshalb ist Gingko ein Geheimtipp bei Hufrehe, da so die Durchblutung im Huf gewährleistet wird! Dadurch können dann die Entzündungsprodukte effektiver abtransportiert werden. Ähnliche Wirkungsweisen haben übrigens beispielsweise Mädesüss und auch Weidenrinde.

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